Beratung & Projekte

Projekttitel:

Pilotierung einer integrativen und vernetzten sowie plattformartigen allgemeinen ambulanten palliativen Versorgung (AAPV)

Gefördert durch:

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)

Projektpartner:

Kassenärztliche Vereinigung Hessen & AOK Hessen

Laufzeit:

01.10.2020 – 30.09.2023 (drei Jahre)

Hintergrund (palliative Versorgungslücke):

Verschlechtert sich der Zustand eines palliativen Patienten am Wochenende, z. B. indem Übelkeit, Schmerzen, Fieber oder Luftnot auftritt, versucht er zunächst den Hausarzt zu erreichen. Geht dieser nicht ans Telefon, da er außerhalb seiner Sprechzeiten anruft, bleiben in der Regel zwei Optionen: Entweder der Patient ruft den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) oder er wählt den Notruf. Während der Anruf beim ÄBD häufig mit langen Wartezeiten verbunden und meist kein Palliativmediziner erreichbar ist, kommt es häufig zu ungewollten Krankenhauseinweisungen. Ähnliches passiert in der Regel, wenn der Rettungsdienst gerufen wird. Anschließend folgen kostspielige Behandlungen, die ursprünglich nicht vom palliativen Patienten gewünscht waren.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das vorliegende Projekt mit der Ausgestaltung einer absichernden Versorgungsform, die den Willen des Patienten umsetzt, ungewollte Krankenhausaufnahmen verringert und die Vernetzung der Leistungserbringer verbessert. Durch die optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen sowie Synergieeffekte sollen ebenfalls Gesundheitsausgaben reduziert werden. Ein klares Ziel dieses Projekts ist die Nachhaltigkeit und somit die Überführung in die Regelfinanzierung.

Zielgruppe:

  • Allgemeine ambulante Palliativpatienten
  • Schwerstkranke, chronisch Kranke
  • Wunsch auf Verbleib in der Häuslichkeit (Zuhause oder im Pflegeheim), keine Krankenhausbehandlung mehr gewünscht
  • Noch kein Bedarf an spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) (keine sehr hohe Symptomlast, keine starken Schmerzen etc.)

 

Zielsetzung:

  • Durch die Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) soll die bestehende palliative Versorgungslücke geschlossen werden.

Dies beinhaltet:

  • Die Umsetzung des Patientenwillens
  • Verbesserung der hausärztlichen Delegation von ambulanten palliativen Versorgungsaufgaben an Palliative Care Fachkräfte
  • Bessere persönliche und digitale Vernetzung der beteiligten Versorger sowie der Patienten und Angehörigen
  • Verringerung ungewollter Krankenhausaufnahmen mit nicht gewollter Folgediagnostik
  • Übertragbarkeit des AAPVPiloten  in die Regelfinanzierung der Krankenkassen, so dass er integraler Teil der Regelversorgung wird.
  • Nachweis der kosteneffektiveren Versorgung durch den geplanten AAPVPiloten im Vergleich zum bisherigen Versorgungsmodell

AAPV-Versorgungskonzept:

Bei einer Notsituation, wo der Hausarzt nicht zu erreichen ist, kann der Patient oder seine Angehörigen ein Team aus Palliative Care Fachkräften über eine Rufnummer erreichen. Die Palliative Care Fachkräfte kümmern sich um die weitere Unterstützung und Versorgung.
Eine detailgenaue Beschreibung erhalten unsere Patienten beim ersten Gespräch.

Sie wohnen im Hochtaunuskreis und haben Interesse an einer AAPV-Versorgung für sich oder Ihren Angehörigen?

Sie sind ein engagierter Hausarzt im Hochtaunuskreis und wollen an dem AAPV-Projekt teilnehmen?

Melden Sie sich gerne bei:

Fridtjof Biging (Koordinator):
Tel: 06172 / 499 763 13
E-Mail: aapv@palliativteam-hochtaunus.de

Sie haben Fragen zum Projekt oder wollen sich über die Versorgungsform austauschen?

Melden Sie sich gerne bei:

Corinna Müller (Stellv. Projektleitung & wissenschaftliche Fachkraft):
Tel: 06172 / 595 021 4
E-Mail: corinna.mueller@loewenzahn-ggmbh.de